de DL0XLO @ DB0GV.#HES.DEU.EU (Ak-Afunk-Igslo)
to SCHULE @ DL
ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
º Stratosph"ren-Ballonmission º
º des º
º Arbeitskreises Amateurfunk an der IGSLO º
º º
º am Samstag, 27.09.1997 um 10:00 MESZ ( 0800 UTC ) º
º º
ÌÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ͹
º Integrierte Gesamtschule >Ernst Bloch< Ludwigshafen-Oggersheim º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
Gesamtschler erfolgreich in 30490 Meter H"he
=============================================
Die Schler des Arbeitskreises Amateurfunk an der IGSLO starteten am Samstag,
dem 27.September 1997 mit Untersttzung des Arbeitskreises Amateurfunk und
Telekommunikation in der Schule (AATiS e.V.), der Robert-Bosch-Stiftung, der
BASF AG und privater Sponsoren vom Sportplatz der Gesamtschule Ludwigshafen-
Oggersheim ihre Ballonmission in die Stratosph"re.
Bei Sonnenschein und Windstille wurde ein Wetterballon mit Helium auf ca.
2,10 Meter Durchmesser gefllt. W"hrend Konrad Zalejski das Reduzierventil
der groáen Heliumflasche bediente, entfalteten Markus Berneck, Thomas Musiol,
Michael Reichard und Michael Tremmel zun"chst vorsichtig die auf 55ø C
vorgeheizte Ballonhlle und hielten sie dann beim Fllen noch am Boden.
Zdenek Kyzlink und Tino Steiger kmmerten sich inzwischen mit Augusts Hilfe
um die Anbringung der Ballonbox. Als Emanuel Hertrampf die Nutzlast aus
Fallschirm, Radar-Reflektor und der Mess- und Kommunikationsbox fachm"nnisch
verknotet hatte, war der Ballon startbereit und konnte um 10:14 MESZ
freigegeben werden. Unter dem Beifall der zahlreich erschienenen G"ste stieg
das Ganze dann unter leichtem Schwanken fast senkrecht in die Luft. W"hrend
alle Augen mit oder ohne Fernglas viele Minuten in den blauen Himmel
gerichtet waren, ert"nten aus den Lautsprechern der Amateurfunkempf"nger
bereits die digital bertragenen Signale und in synthetisierter Sprache auch
klar verst"ndlich die Angaben ber den aktuellen Standort ( Lokator ), die
H"he, Innen- und Auáentemperatur und die Luftfeuchtigkeit. Die Ballonbox
ermittelte ihren Standort und die H"he durch modernste Satelliten-Navigation
(GPS). Als besonderes "Bonbon" der Oggersheimer Ballonmission war in die
Aufh"ngung der Messbox ein Kraftmesser integriert, der Rckschlsse auf die
Zugkraft des Ballons zul"sst.
Nicht alle beteiligten Schler konnten die freudige Atmosph"re auf dem
Startplatz miterleben, denn ein Teil der Gruppe war im Funkraum der IGSLO
schon mit dem Empfang und der Auswertung der empfangenen Daten besch"ftigt.
W"hrend den auf dem Sportplatz anwesenden Kindern noch Luftballons mit Helium
gefllt wurden, war hier oben spannende Arbeitsatmosph"re. Simon Meyszies und
Thomas Seibold protokollierten die Sprachsendungen des Ballons und gaben die
aktuelle Position des Ballons auf einer Karte an. Ulli Ziegenfuá, DG1PI war
fr den Betrieb der Packet-Radio-Station verantwortlich. Er speicherte alle
empfangenen Daten fr die sp"teren Auswertungen auf Festplatte und hielt im
Convers-Betrieb den Kontakt im Packet-Radio-Netz zu der groáen Menge der
Funkamateure, die in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland die Signale
des Oggersheimer Ballons aufnahmen. Emanuel Hertrampf stellte schlieálich mit
einem Computerprogramm den aktuellen Standort des Ballons auf einer
Straáenkarte dar. Durch die geringe Luftstr"mung bei Hochdruckwetterlage
wuchs die "Ballonspur" allerdings nur sehr langsam ber den Bildschirm.
Unter den vielen Daten, die von den Schlern der IGSLO noch intensiv
ausgewertet werden, sind - wie h"ufige Nachfragen der G"ste zeigten -
folgende Angaben von besonderem Interesse:
Start: 10:14 MESZ ( innen: 21,3ø C, auáen: 15,3ø C, 63% Luftfeuchte )
maximale H"he: 30490 Meter ( innen: -11,4ø C, auáen: -35ø C, 20% Luftfeuchte,
um 11:46 )
niedrigste Temperatur: innen: -19,4ø C / auáen: -75.8ø C in 13357 Meter H"he
letzter Funkkontakt: um 12:27 MESZ ( Standort:
zwischen Waibstadt und Helmstadt )
Nach Abbruch der Funkverbindung machte sich der Box-Spezialist August, DK5UG
sofort auf die Suche in dem ca.45 km vom Startort entfernten Landegebiet.
Nach kurzer Suche konnte er bereits schwache Funksignale der noch arbeiteten
Box aufnehmen. Mit viel Erfahrung hatte er die Lage bald unter Kontrolle.
Gegen 14:40 MESZ bereits sah er die Box in v"llig unbesch"digtem, sauberen
und funktionsf"higen Zustand in einem Rbenacker hinter einem W"ldchen auf
einer Anh"he in dem Gebiet, aus dem die letzten Funksignale in Oggersheim
aufgenommen wurden. Radar-Reflektor, Fallschirm und der Fllstutzen des
Ballons waren noch "on line". Schnell war ber Funk Wolfram Ludwig, DF3UT
verst"ndigt, der die "frohe Botschaft" ber Packet-Radio und Telefon sofort
an alle beteiligten Funkamateure weitergab. So war diese Ballonmission
planm"áig und erfolgreich beendet. Alle Beteiligten werden noch lange an
diesen sch"nen Erfolg denken. An der Aufbereitung und Auswertung der Daten
wird es noch viel Arbeit geben, die allerdings mehr bringt als trockenes
Bcherwissen. "Jugend foscht" lohnt sich also !
Ein R"tsel wird allerdings das Geschehen um 11:46 MESZ in 30490 Metern H"he
ber Waldhilsbach nicht preisgeben: Einen halben Meter unter der
Ballonbefestigung entstand beim Platzen des in dieser H"he auf ca.12 Meter
Durchmesser aufgebl"hten Ballon ein fester Knoten, in dem noch ein Fetzen der
Ballonhlle h"ngt. Wie dieses Wunder geschah, darber darf gemutmaát werden !
Mit dieser Ballonmission hatten die Schler des Arbeitskreises Amateurfunk
an der IGSLO in kurzer Zeit schon ihren zweiten beachtenswerten Erfolg. Erst
vor einem Monat konnten sie einen Programmierwettbewerb (HTML) gewinnen. Der
dort "erarbeitete" Rechner fand bei der Ballonmission schon seine
Bew"hrungsprobe. Die Gruppe erhofft sich nun weitere Sponsoren, dass sie bei
weiteren Projekten nicht mehr so sehr auf Leihgaben teurer Ger"te angewiesen
ist. Einige Schler wollen sich nun auf die Lizenzprfung fr Funkamateure
vorbereiten, um bald in eigener Regie arbeiten zu k"nnen.
Wir danken allen beteiligten Funkamateuren fr ihre Aufmerksamkeit, die šber-
sendung ihrer Beobachtungen und die Rcksichtnahme. Bisher wurde nur eine
lokale St"rung durch einen unsinnigen Connect-Versuch bekannt.
Ein besonderer Dank jedoch an den AATiS e.V. und alle weiteren Helfer und
Sponsoren, ohne deren Hilfe das Projekt sicher kaum h"tte verwirklicht werden
k"nnen. Der Deutschen Flugsicherung Frankfurt einen Dank fr die freundliche
und unbrokratische Genehmigung. Herrn Kr"tzer von der Wetterstation auf dem
Weinbiet ein Danke fr seine umfassenden Informationen.
Ludwigshafen-Oggersheim, den 27.09.1997 VY 73 de Wolfram Ludwig, DF3UT
-----------------------------------------------------------------------------
|